Die geheimen Schätze der französischen Küche / Murielle Rousseau

Die geheimen Schätze der französischen Küche / Murielle Rousseau
Die geheimen Schätze der französischen Küche / Murielle Rousseau

Vor wenigen Wochen haben wir in unserer Stammbücherei den ansprechenden Bildband »Die geheimen Schätze der französischen Küche« entdeckt. In diesem interessanten Kochbuch stellt die französische Kochbuchautorin Murielle Rousseau − die eine eigene kulinarische Webseite in sowohl  deutscher als auch französischer Sprache betreibt − sich und ihre Bücher vor.

„Die geheimen Schätze der französischen Küche”

Im Focus ihrer Publikationen steht − wie könnte es auch anders sein − selbstverständlich die für ihren Stil, ihre Raffinesse und ihre Qualität weltbekannte französische Küche.

Bienvenue

Paris ist meine Heimat”, kommentiert die Autorin des Kochbuchs

Die geheimen Schätze der französischen Küche

auf ihrer Homepage und führt weiter aus: „Hier bin ich 1966 bei Paris in St.Germain-en-Laye geboren und aufgewachsen. Meine familiären Wurzeln liegen bei Cognac – dort lebten bis zu meiner Großmutter alle Familiengenerationen väterlicherseits. Es gibt noch das alte Familienhaus in Segonzac. Von der Charente über die Normandie und die Bretagne kamen meine Großeltern nach Paris. Und dann gibt es seit unser Familien-Landhaus in der Sarthe, einem Loire Dèpartement. Dieses Landhaus, „Le Piquet“ mit seinen drei Hektar Land und ein bisschen Wald, ist nun meines.

In eben diesem Landhaus, das nach dem Tod der Eltern in den Besitz der Autorin überging, entdeckte sie, fein eingerollt in Leinentischtücher, zwei sehr alte in feines Leder gebundene Bücher, die offensichtlich den Frauen ihrer Familie gehörten und aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammen.

Es lagen in der Mitte  handgeschriebene Blätter mit Rezepten, die offensichtlich eine meiner Ahninnen – ich schätze meine Ur-Ur-Urgroßmutter Rousseau – fein säuberlich aufgeschrieben hatte. Welch ein Schatz war mir hier in die Hände gefallen! Aus diesem „manuel de cuisine“ habe ich für Sie die Rezepte ausgesucht, die mein Vater und meine Großmutter gerne und oft kochten. Ich habe sie viele Male selbst gekocht und leicht modernisiert, vermerkt sie im ersten Kapitel.

Französische Küche − Der Inbegriff von Charme und Flair

Entdecken auch Sie in dem reich bebilderten Kochbuch die geheimen Schätze der französischen Küche. Murielle Rousseau hat als Einleitung zu jedem Kapitel ein Zitat und eine kleine nostalgische Geschichte aufgeschrieben. Diese liebevollen Details, sowie dazu passende Retropostkartenmotive geben dem Buch eine besondere Note und schaffen einen persönlichen Bezug zu ihrer Rezeptsammlung und ihren Kochanleitungen. Hier eine kleine Übersicht, — voila:

Die Schränke unseres Hauses: Vorspeisen und Salate
  • Besonders lecker erscheinen uns hier der »Kartoffel-Sellerie-Salat à la Yvette« und das »Blauschimmelkäse-Gratin mit Feigen«. Zwei schlichte, leckere Vorspeisen, die schnell zubereitet werden können und auch Anfänger und bequeme Köche nicht überfordern.
Spaziergang im Schlosswald von Coudrecieux: Fleischgerichte
  • Hier favorisieren wir »Kalbsschnitzel mit Orangenkaramell«, »Würste mit roten Schalotten« und »Mit Calvados flambiertes Hähnchen«. Drei einfache Gerichte, die wirkungsvoll in Szene gesetzt werden können und sich relativ schnell zubereiten lassen, wenn man sich mit vorgefertigten Würsten vom Metzger bescheidet.
Wie der Fisch im Wasser − die Bretagne und ihre Angler: Fisch und Meeresfrüchte
  • Ganz nach unserem Geschmack klingen »Miesmuscheln Bretonische Art« und »Seezunge auf Normannische Art« mit Champignons.
Französische Suppen und die Rezepte von Mamie: Suppen und Eintöpfe
  • Hier hören sich alle Rezepte lecker an: »Frische Tomatencremesuppe mit Basilikum«, »Artischockencremesuppe aus der Bretagne«, »Möhren-Orangen-Champagnercremesuppe«, »Sauerampfersuppe« und »Kürbissuppe mit Maronen«.
Unser alter Gemüsegarten: Vegetarische Gerichte
  • Was darf es bei Ihnen sein? Uns gefallen alle vier Vorschläge: »Champignontarte«, »Lauchsoufflé«, »Käsetarte aus dem Poitou-Charentes«, »Ratatouille mit Zitrone, Auberginen, Zucchini, Tomaten und Paprika« − für die herbstliche Variante können Kürbisstücke und Maronen hinzugefügt werden.
Französische Dreieinigkeit: Käsegerichte − Brot, Wein und Käse
  • Verführerisch gut klingen das »Zitronenbutter«-Rezept, das als Variante − unter Weglassung einer eingelegten Zitrone − auch für »Käsebutter« verwendet werden kann, sowie die Anleitungen für das Maronen-Weizen-Brot und für die »Kartoffel-Reblochon-Käse-Pfanne« aus der Ardèche.
Dragées & Bonbonnieren − der Bonbonverkäufer aus der rue au pain: Süsses und Desserts
  • Lieben auch Sie Schokolade über alles? Mit den selbst hergestellten Köstlichkeiten »Weiche Schokoladenbonbons«, »Schokoladen-Maronen-Kugeln« oder »Schokoladen-Sahne-Creme« kommt jedes Leckermäulchen auf seine Kosten. Wer es weniger schokoladig mag, kann gern auf folgende Anleitungen zurückgreifen: »Gezuckerte Rosenblütenblätter«, »Warme Kirschsuppe«, »Clementinensoufflé mit korsischem Brocciu-Frischkäse« und »Pineau– Erdbeeren« oder »Maronenpüree«.
Meine süße Küche ist ein ›boudoir gourmand‹ und ein Liebesnest: Kuchen und Tartes
  • Mit herrlich süßen Sachen à la française  geht es weiter. Kalorien hin, Kalorien her. Ab und an sollte man sich Delikatessen − wie »Blütenkrapfen«, »Apfelbrioches«, »Baskischer Kirschkuchen«, »Mirabellen-Frischkäse-Tarte aus Lothringen« oder »Heidelbeertarte« − ohne schlechtes Gewissen gönnen.
Pariser Frühstück im Bett oder Brunch: Frühstück und Konfitüren
  • Gleiches gilt für süße Köstlichkeiten, wie die von Murielle Rousseau vorgestellte appetitliche »Junggesellenkonfitüre aus Sommerobst und/oder Beerenfrüchten« und die verführerische »Feigen-Vanille-Konfitüre«, die man mit Baguette oder Croissants und einer Tasse Café au Lait, wahlweise gemütlich allein oder zu zweit genießen sollte.
Das Gartenhäuschen meiner Mutter: Kalte und warme Getränke
  • Zum Sterben gut hören sich auch nachstehende Getränke (mit und ohne Alkohol) an: »Pineau-Royal mit Champagner«, »Konfitürenwein« (z. B. aus Resten der selbst hergestellter Konfitüren), »Kirsch- und Mirabellenblütentee« und der »Grog aus Cognac« à la  Murielle Rousseau.
Ein gutes Essen soll nicht nur den Gaumen verwöhnen

In dem liebevoll zusammengestellten farbig illustrierten Bildband wird jede vorgestellte Spezialität durch ein appitanregendes Foto der preisgekrönten Fotografin Marie Preaud präsentiert.

Die 176 Seiten starke Empfehlung für Genießer und Freunde der französischen Küche mit dem Titel

Die geheimen Schätze der französischen Küche

(ISBN 978-3-7724-7433-0) ist bei Lifestyle Busse Seewald (frechverlag) erschienen und kostet  € 24,95. Murielle Rousseau’s individuelle persönliche Sammlung delikater »manuel de cuisine« eignet sich übrigens hervorragend zum Verschenken, sowie auch für den Eigenbedarf als klassisches Coffee-Table-Book zum immer wieder Anschauen, Inspirieren und Nachkochen.

In diesem Sinne: Bon appétit!

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