PASSAGIER 23 / Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek: PASSAGIER 23
Sebastian Fitzek: PASSAGIER 23

In dem spannenden Bestseller »PASSAGIER 23« von Sebastian Fitzek wimmelt es von geheimnisvollen Rätseln.

Nur Stück für Stück kommt der Undercover-Ermittler und Held des Thrillers  »Martin Schwartz« der Lösung des Geheimnisses um den Gast in Hell`s Kitchen näher − aber spätestens bei der Antwort auf die Denksportaufgabe

»Wirf mich weg, wenn du mich brauchst ‒ Hol mich zurück, wenn du mich nicht mehr benötigst«.

wird die bisher lauwarme Spur immer heißer. Was aber hat es mit dem zerknauschten Teddy − der in ihm schlimmste Erinnerungen wachruft − auf sich und wer ist Passagier 23?

Was steckt hinter der Kabine Nummer »2186«? Und was um Himmels Willen ist ein »blaues Regal«? Rätsel über Rätsel, jede Menge Hindernisse, Ablenkungsmanöver und böse Fallen stellen sich der Aufklärung um die Hintergründe rund um das spurlose Verschwinden von Menschen auf hoher See in den Weg.

Vermisst auf auf hoher See! Eine reine Erfindung des Autors? Weit gefehlt: Statistisch gehen jedes Jahr weltweit durchschnittlich 23 Passagiere an Bord von Kreuzfahrtschiffen verloren und kehren von ihrer Traumreise nie zurück. Es gibt Selbsthilfegruppen, in denen sich Angehörige verschollener Passagiere zusammenfinden und ganze websites, wie internationalcruisevictims.org u. a., die sich mit diesem Phänomen beschäftigten. Und es gibt amerikanische Großkanzleien, die sich darauf spezialisiert haben, die Eigner auf Schadenersatz zu verklagen, − denn sobald die Behörden von verschwundenen Passagieren erfahren, wird das Schiff beschlagnahmt und wochenlang aufwändig von oben bis unten durchsucht. Alle Reisenden müssen von Bord und verlangen ihr Geld zurück, selbstverständlich plus Entschädigung. Allein jeder Tag, den ein Kreuzfahrtriese festsitzt, kostet die Reederei Millionen. Kein Wunder also, dass man daran interessiert ist, jeden noch so merkwürdigen Vermisstenfall als Selbstmord zu deklarieren. Doch das geht nur, solange keiner der Verschwundenen wieder aufgetaucht …… .

Aber genau das passiert in dem Thriller

PASSAGIER 23

des Bestsellerautors Sebastian Fitzek: Entgegen allen Erwartungen findet sich die zusammen mit ihrer Mutter auf dem Luxusliner »Sultan of the seas« als vermisst und längst als tot vermutete kleine Anouk plötzlich wieder an Bord ein. Das offensichtlich in Folge wochenlanger Gefangenschaft und sexuellen Missbrauchs traumatisierte, völlig verstummte kleine Mädchen gilt als hochgradig intelligent. Wo wurde sie versteckt gehalten? Lebt ihre Mutter vielleicht auch noch und befindet sich in den Fängen des Täters? Wie unangenehm für den geldgeilen, ausgebufften Reeder Yegor Kalinin, der das Verschwinden der beiden gern als normalen Suizid ad acta gelegt hätte.

Gerade Recht kommt der Fall jedoch der skurrilen, spleenigen Gerlinde (78 Jahre + 5 Monate), der auch im Rollstuhl weniges entgeht und die hartnäckig wie ein Terrier ist, wenn sie Stoff für ihren neuen Roman wittert. Die alte Dame, die ihren Lebensabend seit Jahren auf der »Sultan« mit Recherchen über vertuschte Verbrechen verbringt, lockt einen erfahrenen, höchst motivierten und urlaubsreifen Spitzenermittler an Bord: Eben genau Martin Schwartz, den psychologisch geschulten, todesmutigen Berliner Undercover-Polizisten, von dem sie weiß, dass er auf dem selben Schiff und der gleichen Transatlantikroute Hamburg – Southampton – New York vor fünf Jahren Frau und Sohn verlor.

Und während die »Sultan of the seas« bedächtig über den schier unendlichen Atlantik pflügt, sucht Martin Schwartz unter Lebensgefahr sowohl nach Erklärungen für das mysteriöse Verschwinden seiner Familie − das er nie für eine Kurzschlussreaktion seiner Ehefrau gehalten hat −, als auch nach der Mutter der kleinen Anouk. Und nachdem er mittels eines Sprachcomputers Kontakt mit dem verstörten Kind aufnehmen konnte, sucht er immer fieberhafter im stählernen Rumpf des Ozeanriesen nach der verschleppten Frau, die gerade ihr Martyrium erlebt und von ihrem Entführer immer und immer wieder mit der gleichen Frage gequält wird: »Was war das Schlimmste, was du jemals getan hast?« Als dann zu allem Übel noch eine Leiche auftaucht und ein mutmaßlich suizidgefährdetes Mädchen an Deck der schwimmenden Kleinstadt verschwindet, läuft alles gänzlich aus dem Ruder und Martin Schwarz die Zeit davon.

Ist jeder wirklich der, der er zu sein vorgibt?

Da tummeln sich seltsame Gestalten an und unter Deck: Ein Kapitän, der mutmaßlich mit Beweismitteln und Verfehlungen aus seiner Vergangenheit erpresst wird, ein durchgeknallter, hochgradig aggressiver Sicherheitsoffizier, echte und falsche Zimmermädchen, ein charmanter Berufsdieb, der seinen Lebensunterhalt bestreitet, in dem er eine Kreuzfahrt nach der andern bucht, um turnusmäßig mit einem Universalschlüssel einen Teil der in den Safes gelagerten Geldbeträge zu stehlen und ein alkoholsüchtiger Chirurg, der im Geheimen operiert und seine »Mandanten« einschneidenden Veränderungen unterzieht. Selbstredend hat die boomende Kreuzfahrtindustrie kein Interesse daran in ihren Hochglanzprospekten vor Mitreisenden zu warnen, obwohl es auf der Hand liegt, dass Konflikte vorprogrammiert sind, wenn auf engstem Raum mehrere tausend Menschen zusammenkommen. Denn selbstredend sind unter den Millionen von Kreuzfahrern, die sich mittlerweile Jahr für Jahr für diese Form des Erlebnisurlaubs entscheiden, nicht nur angenehme und ungefährliche Zeitgenossen.

Sebastian Fitzek selbst wirft im seinem Thriller PASSAGIER 23 die interessante Frage auf: Wer hat die größere Macke? Der Autor, der sich solche blutrünstigen Thriller ausdenkt, − oder der Leser, der Geld dafür ausgibt, um es sich mit Mördern und Psychopathen (inklusive schmückendem Beiwerk wie ekligen zerebralen Spraganosen namens Spirometra mansoni) gemütlich zu machen und sich sozusagen quasi ein Ticket in die Folterkammer sexuell gestörter Psychopathen löst?

PASSAGIER 23

Ein Dokument aus Sicht der gequälten Körper und Seelen von Opfern gefährlich krankhafter Pädophiler, die in der Lektüre u. a. ihre minderjährige Beute im Beisein anderer Perverser nicht nur missbrauchen, sondern ihren besonderen irren Kick darin finden, sie dabei noch mit HIV-Viren zu infizieren. Aber nirgendwo sind Opfer und Täter so verhängnisvoll miteinander verstrickt, als in Fällen, in denen sich skrupellose Menschen nicht einmal scheuen, ihr eigen Fleisch und Blut zu schänden. Die Folgen dauern für alle Beteiligten im wahrsten Sinne des Wortes lebenslänglich.

PASSAGIER 23 (ISBN: 9783426199190) bietet Spannung pur und nimmt den Leser mit auf eine mörderische Kreuzfahrt voller rätselhafter Geheimnisse und raffinierter, unerwarteter Wendungen, − doch am finalen Ende fügt sich jedes einzelne Puzzleteilchen logisch nachvollziehbar in das Ganze ein. Der anspruchsvolle Thriller der Superlative und Spiegelbestseller PASSAGIER 23 ist als 432 Seiten starke, gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag beim Verlag Droemer/Knaur erschienen und kostet € 19,99.

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