Mord im Grünen / 20 Krimis mit vielen Gartentipps

Mord im Grünen − 20 Krimis mit vielen Gartentipps
Mord im Grünen − 20 Krimis mit vielen Gartentipps

 Mord im Grünen

Schon der bekannte Liedermacher Reinhard Mey sang: ”Der Mörder ist immer der Gärtner − und der schlägt erbarmungslos zu …… ”.

Erbarmungslos wird auch in dem, mit  20 ausgewählten bissig-schwarzen Kriminalgeschichten bestückten Band

Mord im Grünen

20 Krimis mit vielen Gartentipps

erstochen, erschlagen, erschossen und − wie schon die klassischen Farbzeichnungen von Bengt Fosshag im Inneneinband andeuten − vergiftet.

Wer kann sich der Vorfreude auf mörderische Spannung entziehen, wenn Almuth Heuner und Andrea C. Busch († 2008) quer Beet zur Möderjagd in die freie Natur und zum Bummeln in ›mörderische Parks‹ & ›trügerische Idyllen‹ rund um die Welt einladen. Die beiden Schriftstellerinnen ‒ die auch jeweils mit einer brillanten giftig-grünen Story im Buch vertreten sind ‒ haben mit

Mord im Grünen

eine handverlesene Sammlung von 20 Krimis − mit vielen Gartentipps von Heinz Siedler herausgegeben.

Wie gesagt: Es kann tödlich enden, wenn man den Bock zum Gärtner macht. Hören Sie also auf die Warnung von Ann Granger und seien Sie vorsichtig, wenn sich »Ein gutaussehender Bursche« zu Ihnen auf die Parkbank setzt.

Beauftrage keinen Unbekannten mit einem Mord, raunt uns Lawrence Block in seiner Story »Der Fremde im Sheridan Park« warnend zu, wo doch eigentlich jeder wissen sollte, dass grausame Eheverträge mitunter eine zivilisierte Scheidung ohne Tote unmöglich machen. Ein »Rosenkrieg« ganz anderer Art wird von Andrea C. Busch (s. o.) heraufbeschworen. Dass die Mörder aber so unfair sind und zu E605 greifen, ruft dann doch die Hartnäckigkeit der ermittelnden Kommissarin auf den Plan. Bei der Kurzgeschichte »Ein eigenes Fleckchen Grün« von Paula J. Matter geht es um das Töten aus Liebe & alter Freundschaft und die ewige Ruhe im eigenen Garten, während H. P. Karr (s)eine Leiche »In der Hitze des Nachmittags« kurzentschlossen in Fundamenten am Turm des Essener Gruga-Parks ›abtauchen‹ lässt.

Was passiert, wenn Matrix auf Wirklichkeit stößt, oder umgekehrt, schildert Birgit H. Hölscher beängstigend in »Cyber Park«. Das Labyrinth des Todes fordert seine Opfer: GAME OVER!

Etwas im Busch ist in der Story »Rendezvous im Rhododendronpark« von Nina Schindler. Wer solche Kollegen hat, braucht keine Feinde. Und wie man zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt, − im See des Parks der Villa Borghese in Rom Selbstmord aus enttäuschter Liebe begeht und den Grund dafür gleichzeitig hinter Gitter bringt − , beschreibt Carmen Iarrera eindrucksvoll in »Grün ist die Hoffnung«.

Vergeltung ist eine Art wilder Gerechtigkeit“. Für dieses Zitat  stehen auch die vier weiteren Kurzgeschichten Pate, in denen es um Rache, Giftmord, Brutalität, Totschlag und späte Gerechtigkeit jenseits der Welt der Schatten geht:

  • »Im Garten der Lüste« (Monika Buttler)
  • »Mörder im Park« (Kris Neri)
  • »Das Grenzfeld« (Heidi Holzer)
  • »Der Ausflug« (Elizabeth Syme)

Sie halten eine Oase für ein idyllisches Plätzchen? Weit gefehlt. Der schöne Schein trügt wie eine Fata Morgana. Weder dort, noch im Gartenrestaurant oder im Japanischen Garten, sind notorische Meckerer und geltungssüchtige Kritiker erwünscht und fordern ihre Mitmenschen geradezu zum Mord auf, wie die Geschichten

beweisen. Gut für den Mörder, schlecht für das Opfer, dass offenbar ein Kraut gegen jeden unerträglichen Menschen gewachsen ist. Es muss auch nicht immer ›Bilsenkraut‹ sein. Der Garten der Natur hält eine ganze Palette an tödlichen Giften für einen »Mord im Grünen« bereit, − die im Inneneinband von

Mord im Grünen

farbig abgebildet und in puncto Anwendung und Wirkung im Anhang des Buches detailliert aufgelistet sind. Dafür, dass auch stark bis mittelmäßig habgierige Menschen Meister im Giftmischen sind, legen folgende Geschichten Zeugnis ab:

  • »Starker Tobak« (Susan Wittig Albert)
  • »Radieschen von unten« (Ralf Kramp)

− wobei letztere Story ernsthafte Zweifel am IQ des Opfers aufkommen lässt:  Selbst schuld, wenn man etwas auf dem Kerbholz hat und einer biederen Schrebergärtnerin über 70 traut! Nicht jeder Mord lohnt sich und hält was er verspricht, warnen Hartmut Mechtel in »Fremde Lorbeeren« und Almuth Heuner in ihrem Beitrag »In dunkler Nacht«, − in dem eine Kleptomanin auf der schönen Ostseeinsel Rügen eine Leiche findet und wider Willen einem mörderischen Liebespaar auf die Spur kommt.

Trotz tragischem Ende sind nicht in jedem Fall die Absichten mörderisch, legt Krimiautorin Marcia Muller dem Leser in ihrer Erzählung »Wilder Senf« ans Herz.

Die Krimi-Auslese

Mord im Grünen

 mit Gartentipps von Heinz Siedler − illustriert von Bengt Fosshag

gehört zur Reihe der ebenfalls von Andrea C. Busch und Almuth Heuner herausgegebenen und beim Gerstenberg Verlag erschienenen Werke: »Mord zwischen Messer und Gabel«, »Bei Ankunft Mord«, »Mord zwischen Lachs und Lametta«, »Mord zum Dessert«, und »Mord im Weinkeller«.

Als Fans des feinsinnigen, pikant gewürzten schwarzen Humors, haben wir jeden der in den Kurzgeschichten präsentierten Mörder gern − wenn auch mit wohligem Gruseln − , auf seinem Sparziergang durch fremde Gärten und Parks, auf verschlungenen Wegen und geheimnisvollen Pfaden durch Rabatten mit edlen Rosen, Wildblumen und Giftpflanzen begleitet, und wurden Zeuge von seinem ganz individuellen »Mord im Grünen«. Willkommen in der Wildnis!

Der empfehlenswerte, 268 Seiten starke Klassiker mit jeder Menge rabenschwarzem Humor − für Fans anspruchsvoller, sowohl spannender, als auch herrlich entspannender Kriminallektüre −

Mord im Grünen

(ISBN-Nr. 978-3-8369-2754-3, im Pappeinband mit stilvollem dunkelgrünem Leinen-Buchrücken und farblich abgestimmtem Buchschnitt) ist  beim Gerstenberg Verlag erschienen und kostet € 28,00.

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