MEETINGS SIND ZEITVERSCHWENDUNG / Hans Jürgen Heinecke

Hans Jürgen Heinecke: MEETINGS SIND ZEITVERSCHWENDUNG
Hans Jürgen Heinecke: MEETINGS SIND ZEITVERSCHWENDUNG

Meetings sind Zeitverschwendung!

„Sind Meetings wirklich Zeitverschwendung?”

Hans Jürgen Heinecke Autor, Coach, und Veränderungsarchitekt aus Berufung, der sich hin und wieder auch gern akademischer Gelegenheitsarbeiter nennt ‒ setzt sich in seiner neuen Publikation am Beispiel von 16 Irrtümern (man könnte auch sagen Klischees oder Vorurteilen), mit der rauen Wirklichkeit der Business-Welt auseinander. Er hat seine Studien in vier Kapitel unterteilt, in denen er sich jeweils vier weit verbreitete stereotype Ressentiments vornimmt:

In Teil 1 seines Sachbuchs

MEETINGS SIND ZEITVERSCHWENDUNG

stellt er zur Diskussion, ob das wahre Leben erst nach der Arbeit anfängt, die moderne Arbeitswelt krank macht, ohne Druck keine Ergebnisse erzielt werden und die Mitarbeiter sich abrackern, während die Bosse absahnen. Wie lässt sich überhaupt der Begriff »Arbeit« (einfach erklärt) definieren?

In dem berühmten Jugendklassiker »Tom Sawyer« stellt der Autor Mark Twain zum Abschluss der Geschichte »Tom streicht den Zaun« nüchtern fest, dass man das, was man nur gezwungenermaßen tut um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren »Arbeit« nennt, ‒ während man das, was man freiwillig und mit Spaß an der Sache macht, allgemein als Spiel, Freizeitgestaltung oder Hobby bezeichnet. Sei es drum: Glücklich kann sich derjenige schätzen, der mit einer selbstbestimmten Tätigkeit, die ihm Freude macht, Geld verdienen und sein Auskommen erzielen kann.

Im zweiten Teil entführt Hans Jürgen Heinecke den Leser in die Chefetagen, den Olymp der Macht, mit dem kleinen, feinen Unterschied, dass die griechischen Götter zwar auch an Strategien und Intrigen, im Gegensatz zu irdischen Führungskräften aber weniger am schnöden Mammon interessiert waren. Ist was dran am Stromberg-Kult und dem Fazit, dass man an der Spitze nur Arschlöcher trifft? Zerstört der Ehrgeiz der Bosse Arbeitsplätze? Stimmt die Behauptung, dass der Chef am Ende doch immer macht was er will?

Nachfolgende interessante Themen werden in Kapitel III behandelt: Handlungsfreiheit hat man nur an der Spitze! Chefs verhindern, dass sich gute Ideen der Mitarbeiter durchsetzen! Über die Karriere entscheidet das Vitamin B! An der Spitze wird nur rumgeeiert! Apropos Handlungsfreiheit an der Spitze, sozusagen am Ende der Karriereleiter: Gibt es diese Freiheit überhaupt, oder ist sie nur eine Illusion? Ein klassisches Missverständnis dahingehend, dass die Macht zu entscheiden, mit der Freiheit zu handeln verwechselt wird ‒ und dass in Wirklichkeit nur verbindliche Verpflichtungen, Auflagen und strenge Vorgaben das Sagen haben?

Last but not least, wird in Teil IV der Dschungel der Zusammenarbeit durchleuchtet. Entgegen den gängigen Klischees stellen »Meetings« für den Verfasser keine überflüssigen Zeitkiller dar, sondern müssten nach seiner Auffassung ‒ falls es sie nicht schon gäbe ‒ glatt erfunden werden: Wo anders als bei solchen Treffen, kann man aufschlussreichere Verhaltensstudien betreiben und aus nächster Nähe Business-Typen wie Sitzungswichtel, Geheimniskrämer, Faulpelze, Kaltstarter, Agenten oder Strukturchaoten klassifizieren und ‒ unter Berücksichtigung der eigenen Motive ‒ abchecken, ob eine Kooperation möglich und sinnvoll erscheint, oder sich eher eine distanzierte Haltung empfiehlt. Interessant auch die Ausführungen des Autors zum Thema »Teamarbeit«. Sind Teams Einzelkämpfern überlegen? Nach seiner Meinung im Prinzip ja, aber …… nur, wenn wichtige Voraussetzungen und wesentliche Faktoren stimmen. Ansonsten könnte unter Umständen das alte Sprichwort ins Spiel kommen: »Ein gelungenes Projekt hat viele Väter, der Misserfolg ist ein Waisenkind«. Doch sollte man deshalb Entscheidungen einem sogenannten »Experten« überlassen? Und was ist das überhaupt: Ein Experte? Hans Jürgen Heinecke sagt dazu: »Experte ist man nicht, wenn man alles kann. Experte ist man, wenn man über sehr wenig sehr viel weiß!« Mit Irrtum Nummer 16 und der (Hypo)these: »Die Marktforscher kennen den Markt am besten« endet das Buch.

Es macht Spaß, Hans Jürgen Heinecke auf seiner Expedition durch die Stationen der Geschäftswelt bis in die oberen Etagen zu begleiten und sich durch seine scharfsinnigen Insider-Schlussfolgerungen und Resümees immer wieder aufs neue verblüffen zu lassen.

Wir kommen zu dem Schluss: Meetings sind keine Zeitverschwendung! Das gilt auch für das Lesen der fesselnden Lektüre

MEETINGS SIND ZEITVERSCHWENDUNG

(ISBN 978-3-527-50785-6), die im WILEY-VCH Verlag als 230 Seiten starke Paperback-Ausgabe zum Preis von Euro 14,99 erschienen ist.

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