DIE KIRCHE UND IHRE KETZER / ZEITGeschichte

DIE KIRCHE UND IHRE KETZER / ZEITGeschichte
DIE KIRCHE UND IHRE KETZER / ZEITGeschichte

Unsere besondere Empfehlung:  »DIE KIRCHE UND IHRE KETZER«

Jahrhunderte lang stritten – und streiten auch heute noch – Menschen konkurrierender Glaubensrichtungen und kontroverser Weltanschauungen um das Privileg, der richtigen »Religion« anzugehören und dem »richtigen« Gott zu huldigen. Während die römisch-katholische Kirche ihre fundamentalistische Ära, ihren aggressiven Missionierungsdrang und ihre blutige Reformationsphase bereits seit geraumer Zeit hinter sich gelassen und sich der Vormachtstellung weltlicher Gesetzgebung untergeordnet hat, befinden sich Anhänger radikaler islamistischer Glaubensströmungen noch mitten in diesem Entwicklungsprozess und üben aktuell grausame Gewalt und Terror gegen andere ‒ oder nicht orthodox genug erscheinende ‒ gläubige Minderheiten aus.

Die Redaktion von ›DIE ZEIT‹ hat im Rahmen ihrer renommierten Sonderheft-Reihe »ZEITGeschichte ‒ Epochen.Menschen.Ideen« unter dem Titel 

DIE KIRCHE UND IHRE KETZER

diese Ausgabe speziell der Historie der christlichen Kirche, ihrem Umgang mit Ungläubigen, Andersgläubigen, Abtrünnigen und Aufwieglern ‒ beginnend vom Mittelalter bis heute ‒ gewidmet. Menschen, die man unter dem Sammelbegriff »Ketzer« der Häresie beschuldigte, im Namen Gottes verfolgen, verurteilen und auf dem Scheiterhaufen hinrichten ließ. Erst sogenannten ›Ketzern der Neuzeit‹, wie z. B. Martin Luther, gelang es den Fallstricken des päpstlichen Konzils zu entkommen und eine Reformation einzuleiten. Ansonsten galt: Wer sich den strengen kirchlichen Richtlinien nicht unterwarf (oder denunziert wurde) – und nicht spätestens vor dem Inquisitionsgericht unerwünschten Ideologien abschwor und sich zum »rechten« Glauben bekannte – , musste (analog der Zauberei und Hexerei Angeklagten) mit härtesten Sanktionen, ‒ angefangen von Kerkerhaft und Folter bis hin zu Exkommunikation, Enteignung und Verurteilung zum Tod ‒ rechnen.

Die Liste der christlichen Märtyrer ist lang; so dass im Heft das Schicksal einiger Opfer, wie das der Katharer, der letzten Angehörigen des Templerordens, des berühmten Physikers und Astronomen Galileo Galilei, der Marguerite Porete, des Peter Abaelard, der Jeanne d‘ Arc und des böhmischen Reformators Jan Hus stellvertretend für viele stehen.

Der Kampf um den rechten Glauben vom Mittelalter bis heute

Beim Kampf um den rechten Glauben dürfen selbstredend auch der Teufel und seine irdischen Helfershelfer/innen nicht fehlen. Hiervon erzählt eindrucksvoll das Kapitel »Frauen, die der Teufel reitet«. Ketzerisch könnte man heutzutage fragen, ob Satan tatsächlich eine Ausgeburt der Hölle ist, oder gar von der Kirche selbst projektiert wurde: Denn wie heißt es so schön: „Wer keine Angst vor’m Teufel hat, braucht auch keinen Gott“. Auch heutzutage haben Satanskulte noch immer Konjunktur, ‒ ein trauriger Beweis dafür, dass die moderne Welt bis dato ›Beelzebub‹ (oder ›Luzifer‹, den gefallenen Engel) nicht ganz aus ihrem Denken vertrieben hat. Zwar hält jede Zeit für die, die darin leben Ungereimtheiten und Ungerechtigkeiten bereit. Aber, dass bis zur Reformation hierzulande sogar allein schon das Lesen der Bibel als ›Teufelszeug‹ galt, erscheint nach heutigem Verständnis doch sehr vermessen. Frei waren nur die Gedanken. Erst konsequente Volksbildung, unbedingte Aufklärung und Wille zum Fortschritt konnten über Jahrhunderte ihr nötiges dazu tun, das enge abendländische Nadelkorsett einer streng-orthodoxen christlichen Kirche zu lockern und zu entschärfen.

Lesen Sie im neuen, mit vielen Illustrationen und zeitgenössischen Darstellungen reich bebilderten »ZEITGeschichte-Bildband Nr. 3/2014« die 18 spannende Kapitel (u. a. auch zum damals wie heute umstrittenen Thema ›Kirche und Armut‹) umfassende, bewegende Geschichte

DIE KIRCHE UND IHRE KETZER

Das informative, zum Nachlesen und Nachdenken anregende Magazin kostet – wie alle Presseerzeugnisse aus der Reihe ZEITGeschichte – € 5,90.

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