Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

»Wer einen neuen Weg gegen den alten vertauscht, tut wohl daran.« (Aus ›Einmal Venedig und zurück‹ von Silvio Toddi)

Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg von FLORIAN HERB
Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg von FLORIAN HERB

Mit einem Taxi nach Paris …..

Und wenn das Taxi sich dann noch als kultiger ’69er Chevrolet Camaro − mit 425 PS starkem V8-Block-Motor mit orange-metallic-Lackierung und zwei rassigen schwarzen Vinylstreifen − entpuppt, müsste man sich als normaler Fahrgast eigentlich kneifen, um ganz sicher zu sein, nicht zu träumen.

Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

Aber die taffe, outfitmäßig auf die englische Queen getrimmte 60 Jahre junge Berlinerin Klara Lüdtke, ist kein normaler Fahrgast und hat weniger Augen für das schmucke Gefährt und den nicht weniger schmucken Fahrer, als für einen möglichst robusten, geräumigen Mietwagen. Schließlich ist sie auf der Flucht vor der ›Lüdtke-Cosa Nostra‹ und muss mit drei großen Reisekoffern voll mit neuen Kleidern, ihrem grotesk gemusterten, mit jeder Menge großen Scheinen gefüllten Trolly und einem steinernen Zuckertopf mit dem nötigen Kleingeld, so schnell wie möglich zum Bahnhof …..

Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

Doch dann wirbelt ein himmlisches Donnerwetter die Tourenpläne der mehr als zahlungskräftigen Dame insofern komplett durcheinander, dass sie für ihre Reise nach Paris kurzentschlossen Fahrer Alvaro und sein extravagantes Taxi bucht. »Geld ist kein Problem«, kann Alvaro seinem leicht irritierten Chef, – Taxiunternehmer Cemal Bozoglu – noch eben glaubhaft versichern, bevor er den Handykontakt zur Zentrale abbricht.

Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

− kann sich Autor Florian Herbs attraktiver und sympathischer Romanheld, der auf den edlen andalusischen Namen Alvaro Contente de Ayllon hört, wohl Zeit seines Lebens sagen, − wird mir unvergesslich bleiben.

Schließlich stellt die Begegnung mit der ebenso mütterlich-bodenständigen, als auch neugierig-abenteuerlustigen Klara sein Leben von nun an derart auf den Kopf, dass es eine wahre Freude ist. Der junge Mann, der sich seit einiger Zeit mit einer ernstzunehmenden Selbstfindungskrise herumquält, findet immer mehr Gefallen an der außergewöhnlichen Reise. Um es mit den Worten des Autors zu sagen: ”Es war die Vergänglichkeit des Augenblicks, die Alvaro am Autofahren so sehr liebte. Besonders bei Nacht. Und obwohl er bereits seit 24 Stunden wach war, fühlte er sich frisch und ausgeruht. Von ihm aus hätte die Fahrt noch viel weiter als bis Paris gehen können.”

Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

Im Gegensatz zu Alvaro, ist der in Berlin zurückgelassene Rest der Familie Lüdtke weniger ob der plötzlich erwachten Spontanität von Ehefrau und Mutter Klara begeistert, die sich − nach einem kurzem Aufenthalt in der berühmten Stadt der Liebe − mit ihrem Begleiter schon längst auf der Weiterreise in Richtung Côte d’Azur befindet. Froh, endlich der Tristesse des Alltags entronnen zu sein, genießt ›Lotto-Klara‹ die Fahrt zum Meer in vollen Zügen und verspürt das lang ersehnte Gefühl einer ganz neuen Leichtigkeit: „So schmeckt die Freiheit, Alvaro! So muss sie einfach schmecken“! Gut gebrüllt und immer frei heraus, Klara. »Schließlich ist ein Freund ein Mensch, vor dem man laut denken kann!«

Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

Puh, wohl doch etwas zu früh gefreut, liebe Klara. Wer so eine Familie hat, braucht keine Feinde mehr: Mit Hilfe von Ex-Stasi-Mitarbeiter Genosse Ossietzky, nehmen Ehemann Gerhard, Tochter Angelika und Sohn Rüdiger die Spur der mit dem Lottogewinn durchgebrannten, sonst so selbstlosen und treuherzigen Seele auf. Jedoch sind die drei Egoisten nicht die einzigen Verfolger, die sich stark motorisiert auf den Weg machen. Auch der um seinen Fahrer und sein Eigentum besorgte Taxiunternehmer Cemal, setzt sich zusammen mit Alvaros bärtiger Yoga-Freundin & Vermieterin Kerstin (vormals Karsten) in Richtung französische Riviera in Bewegung. Im altehrwürdigen Hotel Negresco in Nizza überschlagen sich die Ereignisse: Fast kommt es zu einem Zusammentreffen der Familie Lüdtke, wenn, … ja wenn da nicht der loyale, weitsichtige und reaktionsschnelle Chefportier, Monsieur Mustapha Dahlep, wäre … .

Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

Aber lesen Sie selbst, was unser junger Held und seine liebenswert-mütterliche Muse Klara auf ihrer Fahrt noch erleben. Auf ihrer Reise ins Glück; die sie bis zu Alvaros Heimat Granada, seinem Vater Javier, und die Alhambra vor den schneebedeckten Hügeln der Sierra Nevada führt.

Autor Florian Herb ist mit seinem neuen Roman

Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

ein ebenso humorvoller, wie auch smarter und feinsinniger Roman gelungen, der Lust auf Veränderungen und Abenteuer weckt, zum unbeschwerten Reisen ermuntert, und sich daher auch hervorragend als Urlaubslektüre eignet. Die unterhaltsam und temporeich geschriebene Geschichte

Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

(ISBN 978-3-548-28696-9) — über Optimisten ›für‹ Optimisten, Fernweh & Heimweh und die Leichtigkeit des Seins, über Menschen ›für‹ Menschen, die noch Träume haben und fest an ihr Glück glauben — , ist als Taschenbuchausgabe im Ullstein Verlag erschienen und kostet € 9,99.

Verlagsinfo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.