DAS KLEINE BUCH DER MODE – Christian Dior

DAS KLEINE BUCH DER MODE - Christian Dior
DAS KLEINE BUCH DER MODE – Christian Dior

Schön, dass dieser alte Klassiker von 1954 »DAS KLEINE BUCH DER MODE Christian Dior« − in neuer Übersetzung aus dem Englischen von Marion Oechsler − wieder aufgelegt wurde!

Erstaunlich, wie sich der Zeitgeist der Mode − hier am Paradebeispiel Haute Couture für die Damenwelt sehr gut zu erkennen − im Verlauf von mehr als einem halben Jahrhundert geändert hat, aber dennoch hinsichtlich seiner grundsätzlichen Ansprüche an die Qualitätsmerkmale unverwechselbar gehobener Schneiderkunst gleichzeitig treu geblieben ist.

Reisen auch Sie mit dem ansprechenden und interessanten, mit vielen klassischen Kreationen reich bebilderten Mode-ABC

DAS KLEINE BUCH DER MODE – Christian Dior

mit Modezar Christian Dior in die fünfziger Jahre. Zurück in eine Zeit, in der ›Hosen für Frauen in der Gesellschaft keinen erwähnenswerten modischen Stellenwert besaßen, − denn sie kommen im Büchlein nicht einmal am Rande vor! Überhaupt hatte die Emanzipationswelle die Damenwelt der oberen Zehntausend offensichtlich (noch) nicht erreicht. ›Frau‹ kam stets elegant daher, ging hochgeschlossen und in edle Stoffe gekleidet zu nachmittäglichen Gesellschaftsveranstaltungen, Cocktail- und Teepartys. Erst bei sogenannten Abendveranstaltungen, wie Bällen, Besuchen von Theater und Oper, durften Dekolleté & Schulter gezeigt und wirkungsvoll in Szene gesetzt werden.

Was sticht dem heutigen Leser/innen beim Betrachten des Klassikers

DAS KLEINE BUCH DER MODE – Christian Dior

noch sofort ins Auge: Hüte und Handschuhe sind mittlerweile im Alltag passé, während Negligees auch als Oberbekleidung − oft in Kombination mit möglichst knappen Hotpants, Badelatschen oder High Heels − favorisiert werden. Wenn Figur und Alter es erlauben, ist dagegen natürlich von ästhetischer Seite her nichts einzuwenden. Müsste jedoch der Modeschöpfer dies und anderes (mit)ansehen, − z. B. in welch extravaganten Dresses in unseren heutigen Multikulti-Metropolen flaniert, & geshoppt − und dabei oft entweder nur die Augen oder möglichst viel Haut (mit oder ohne Tattoos) gezeigt wird −, würde sich der Meister bei dieser Art von Stil(brüchen) wahrscheinlich im Grab umdrehen. Unverzeihlich schade fände er es sicher auch, dass heutzutage sowohl viele Frauen als auch Männer die Wichtigkeit von Eleganz, guten Schnitts & Sitzes von Kleidung, Stoffqualitäten und Farbzusammenstellungen nicht beherzigen, sondern eher gleichgültig ignorieren.

Wer hat schon Zeitlebens eine Idealfigur?

Dabei ist es doch auch heute gar so nicht schwer, seine individuellen Vorzüge mit ›passenden‹ Kleidern zu betonen, oder im Gegenzug Problemzonen geschickt zu kaschieren. Gerade bei der heutigen Anzahl von Bekleidungsgeschäften und Boutiquen, der Vielfalt von Waren und Angeboten, gibt es für Jede/n und jedes Budget das ›Richtige‹ zum Anziehen. Wie bemerkte schon die legendäre Coco Chanel ironisch: „Luxus ist nicht das Gegenteil von Armut, sondern von Vulgarität”. Doch über Geschmack lässt sich bekanntlich eben ›nicht‹ streiten.

Guter Geschmack ist zeitlos

Die Tipps des alten Meisters zu Farben, Stoffen, Kombinationen und der Wahl vorteilhafter Accessoires wie Schals, Tücher, Gürtel, Schuhe, Schmuck und Handtaschen − mit denen man jedes Outfit verändern, aufhübschen und zu einem echten Hingucker machen kann − , bleiben wohl immer up to date, solange es Frauen gibt, die trotz überquellendem Kleiderschrank nie etwas zum Anziehen haben.

Christian Diors zeitloses kleines Fashion-Lexikon für modebewusste Frauen von gestern und heute, ist als gebundene, handliche Luxusausgabe mit Lesebändchen beim Verlag eden Books erschienen.

DAS KLEINE BUCH DER MODE – Christian Dior

(ISBN 978-3-944296-57-9) zum Lesen, Betrachten und immer wieder Nachstöbern bei Modefragen kostet € 14,95.

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