Besser schreiben FÜR DUMMIES / Monika Hoffmann

Besser schreiben FÜR DUMMIES von Monika Hoffmann
Besser schreiben FÜR DUMMIES von Monika Hoffmann

Für Sie gelesen: »Besser schreiben für DUMMIES« ….

»Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.«

Passt dieses bekannte Zitat von Philip Rosenthal nicht geradezu hervorragend zum Handwerk des Schreibens? Denn auch das Lernziel

»Besser schreiben«

kann von Laien, sogenannten »DUMMIES« ‒ laut Slogan der erfolgreichen WILEY-Buchreihe ‒ ohne die nötigen Faktoren Wissbegier, Ehrgeiz, Disziplin und ständiges Training nur schwerlich erreicht werden.

Folgt man den Ausführungen der praxiserfahrenen Fachfrau Monika Hoffmann, Verfasserin des Leitfadens

Besser schreiben FÜR DUMMIES,

hilft hier kein schneller Griff in die Zaubertrickkiste, sondern nur eines: Üben, üben, üben! Die Autorin, die in ihrer Eigenschaft als promovierte Sprachwissenschaftlerin, Übersetzerin und Dozentin bereits zahlreiche Ratgeber zum Thema Sprachkompetenz veröffentlicht hat, muss es wissen: Schreibkompetenz erlangt man nur durch konsequentes und stetiges Schreiben! In ihrem Handbuch werden lernwillige Amateure Schritt für Schritt an das eigenständige Verfassen von Texten und Briefen herangeführt. In Teil I der Lektion mit der Überschrift

»Warum und für wen und was man alles schreibt«,

stellt Monika Hoffmann zunächst einmal im 1. Kapitel klar, wozu Schreiben alles gut ist.

Es gibt viele gute und zweckmäßige Gründe, seinen Schreibstil nachhaltig zu verbessern: Vor allem im Berufsleben ist Kommunikation zwischen Geschäftspartnern, mit Kunden, Behörden, Vorgesetzten und Kollegen schlichtweg unerlässlich. Aber auch noch so viele persönliche Gespräche und Telefonate, oder Hilfsmittel wie Formulare, Standardbriefchen und die beliebten superkurzen, superschnellen E-Mail-Mitteilungen reichen nicht aus, alle Angelegenheiten und auftretenden Probleme im Geschäftsalltag erfolgreich abzuwickeln. Die Verständigung in der Welt des business muss nicht nur in mündlicher Form oder auf einfachstem Level bestens funktionieren, sondern auch in Wort und Schrift so gut und präzise als eben möglich beherrscht werden.

Zwar haben im privaten Bereich knappe SMS-Mitteilungen ‒ im Sinne von »Du hast keine Zeit, fasse Dich kurz« ‒ in unserer immer rastloseren Gesellschaft den früher üblichen gepflegten Brieffreundschaften längst den Rang abgelaufen; was aber dem Bedürfnis nach sozialen Kontakten insgesamt keinen Abbruch tut: Es wird gesimst, getwittert und bei Facebook gepostet, was das Zeug hält! Doch auch im Privatleben gibt es immer wieder wichtige Anlässe, die das Schreiben von stichhaltiger Korres-pondenz und kleineren Briefen erforderlich machen. Wer möchte da nicht mithalten und seinen Mitmenschen gut lesbare, möglichst einwandfreie und verständliche Botschaften präsentieren? Wie aber kann man lernen, gute und verständliche Texte zu schreiben? Texte und Briefe, die klar und eindeutig verfasst sind und das Wesentliche auf den Punkt bringen, das der Schreiber mitteilen möchte.

Um den Autor und seine/n Leser geht es in Kapitel 2 des Lehrbuchs, wobei hier mit »Autor« nicht unbedingt ein Schriftsteller gemeint ist, sondern Jedermann, der Texte und Briefe verfasst. Lektion 3 behandelt Qualität/Quantität, Wahrheitsgehalt, Relation, Relevanz, Zweck und Modalität von Text-Themen, bevor in Kapitel 4 die Unterschiede zwischen den drei Texttypen »expressiv«, »operativ« und »informativ« ‒ samt Anwendungsempfehlungen und Nutzungstipps ‒ erläutert werden.

»Von A wie Arbeitsplatz bis Z wie Zwiebelfisch«

lautet der Titel von Teil II der Lektüre, der sich unter den Punkten 5 bis 9 mit wichtigen Voraussetzungen für das Schreiben von anspruchsvollen und qualitativ hochwertigen Texten beschäftigt. Dazu gehören Arbeitsmittel und ein konkreter Zeitplan, der die sorgfältige Vorbereitung des Schriftstücks ‒ inklusive Recherchen und Materialauswertungen, Textgestaltung, produktives Korrektur- und Gegenlesen vor der endgültigen Freigabe, sowie einen Puffer zur Abfederung von eventuellen Störungen und Verzögerungen des Ablaufs ‒ angemessen berücksichtigt.

In Teil III lernen »DUMMIES« wertvolle

Tricks und Kniffe des Handwerks

kennen. Kapitel 10 befasst sich mit der Stärkung des Ausdrucks; Kapitel 11 mit der Optimierung des Satzbaus und Kapitel 12 mit der Führung durch den Text, Verknüpfungen, Markierungen, der Gliederung in Teile, Kapitel, Absätze und Aufzählungen, sowie dem Setzen von Überschriften, Hervorhebungen und besonderen Elementen. Hochinteressant ist auch die nachfolgende Lektion Nummer 13: Hier geht es darum »Anreize zu bieten«! Dazu zählen das Heranziehen von wirkungsvollen Komponenten wie der Vergleich, die Metonymie, die Hyperbel, die Anapher, die Epipher, der Parallelismus, der Chiasmus, die Antithese, die Dreierfigur, die rhetorische Frage, sowie Humor, Wortspiele und Zitate.

Üben, üben, üben …..

heißt es in Teil IV. In Kapitel 14 spricht Monika Hoffmann die Empfehlung aus, gute Gewohnheiten zu pflegen. Die Autorin weiß: Schreiben wird auf einen Schlag um vieles leichter, wenn man aufmerksam »zuhört«. Auch »Lesen« ist von Vorteil. Wobei hier nicht nur das Lesen von Büchern und sonstigem Informationsmaterial gemeint ist, sondern auch das kritische Lesen des eigenen Geschriebenen. Um die ganz persönliche Korrespondenz ‒ Entschuldigungen, Beileidsbekundungen, Grüße und Glückwünsche ‒ geht es in der 15. Lektion. Lektion 16 dreht sich um Bewerbungen, Lektion 17 um Absagen, Antwort- und Rundschreiben.

Der DUMMIE-Ratgeber endet bei Teil V, dem sogenannten

»Top-Ten-Teil«

Hier werden in Kapitel 18 und 19 noch einmal 10 Maßnahmen vorgestellt, die das Schreiben bei der Arbeit erleichtern und 10 Fragen zu den Themen Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung besprochen, die immer wieder gestellt werden. Darunter fallen auch interessante Fragen, wie u. a.: Ist es o. k., einen Satz mit »Ich« anzufangen? Soll man schreiben, wie man spricht? Wie kann man seinen Wortschatz erweitern?

Lektion 20 rundet Monika Hoffmanns Fachlektüre

Besser schreiben FÜR DUMMIES«

mit 10 attraktiven und anregenden Vorschlägen zu unterhaltsamen Übungen, die in jede Pause passen, ab.

Unsere Meinung: In diesem Fachbuch findet man tatsächlich alles Wichtige rund um das Thema »besser schreiben« auf einen Blick. Alle  Lektionen sind mit aufschlussreichen, erklärenden Beispielen unterlegt. Die witzigen Cartoons von Rich Tennant, sowie natürlich vor allem die zahlreichen informativen Vorschläge, Tipps und Anregungen der Autorin lockern das DUMMIESachbuch gelungen auf und stellen klar: Hier war eine Expertin am Werk, die ihr Handwerk versteht!

Der empfehlenswerte, 236 Seiten starke Ratgeber (ISBN 978-3-527-70558-0) für konstruktives Schreiben im Büro und zu Hause

Besser schreiben FÜR DUMMIES«

‒ inklusive der praktischen »Schummelseite« zum Heraustrennen ‒ ist wie alle Fachbücher zum Schlaumachen FÜR DUMMIES beim WILEY-VCH Verlag erschienen und kostet € 14,95.

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